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Sonntag, 20. September 2015

Ecuador: ama la vida

Sodele, da wär ich wieder...nach meinem Aufenthalt bei meinem Sohn in Ecuador bin ich bereits vor zwei Wochen mit ihm wieder zurück nach Deutschland gekommen und obwohl dies ein Handarbeitsblog ist (jedenfalls normalerweise) wirds jetzt erst mal eine ausführliche Reisebeschreibung mit vielen Fotos geben.
Von meinem Sohn sorgfältig vorbereitet, war das ein unvergessliches Erlebnis und eine traumhafte Zeit, bei der mir immer wieder der Spruch des Titels durch den Kopf ging: Ecuador: liebe das Leben!
Alleine ging es auf die große Reise von Frankfurt über Bogota nach Quito und sofort mitten ins Leben, auf den indigenen Markt nach Otavalo - ein Markt mit ganz vielen gewebten, gehandarbeiteten Arbeiten der indigenen, hier ansässigen Bevölkerung, den Otavalenos. Mein Sohn meinte nicht zu Unrecht, ein Auftakt, wie er mir gefallen könnte!
Und bei so einem Angebot musste natürlich gleich zu Beginn das eine oder andere Mitbringsel mit.
Ein paar farbenfrohe Impressionen.
Danach wartete mit der Hazienda Cusin ein sehr alter, seit einiger Zeit für Übernachtungsgäste hergerichteter besonderer Ort auf uns.
Unwillkürlich musste ich an Gabriel Garcia Marquez und seine Schilderungen der Haziendas denken..."Tausend Jahre Einsamkeit" oder an Isabel Allende und "Das Geisterhaus"...ob hier Senator Trueba, alias Jeremy Irons um die Ecke kommt...nein, nein...leider nicht ;-))
Ein traumverlorener, magischer, altmodischer und dennoch sehr komfortbaler Ort mit einem ganz speziellen Charme.
Den ganzen Nachmittag sind wir durch die große, großzügige Anlage geschlendert und haben es einfach genossen hier zu sein.
Kleinigkeiten, Augenweiden.
Wunderschöne Bepflanzungen.
Naive Malerei sogar an den Fensterläden.
In einem der zahlreichen, in der Zeit stehengebliebenen Salons.
Am nächsten Tag...auf zum Äquator "Mitad del Mundo, in der Nähe von Quito.
Nördlich und südlich des Äquators.
Abends über den Dächern von Quito im Lokal "Vista Hermosa" - schöne Aussicht. Es ist schon fein, wenn man einen Sohn hat, der seit einem halben Jahr hier lebt und einfach weiß, wo´s schön ist!
Wunderschöne Aussicht in der Nacht, die immer sehr unvermittelt hereinbricht hier am Äquator!
Tags darauf geht es in den Nebelwald - Urwald von Mindo und dort ziehen sich seltsame Seile über die Täler...
Kletterset, Helm, einbinden lassen - wir hatten zu zweit zwei guides dabei und dann...jö... Ich sags euch...megachön, so über die Urwaldtäler zu fliegen...insgesamt 11 Mal, kürzer, länger, steiler, flacher...fast zu schnell vorbei!!!
Alles perfekt und super von meinem Großen organisiert!!!
Schließlich habe ich mich auf knapp 2.800 Meter Höhe in Quito so halbwegs akklimatisiert, so dass ich dem "Brötchen", dem panecillo auf den Kopf steigen kann, einem kleinem Berg, der Quito überragt und von der geflügelten Madonna gekrönt wird. Eines der Wahrzeichen der Stadt!
Von hier hat man einen wahnsinnigen Blick über die Stadt, die sich nach allen Seiten ausdehnt und ein bißchen wie eine Krake die Hänge hinaufwuchert und dahinter weiterwächst.
Und da hinten ist er, der Cotopaxi, der Vulkan, der kurz vor meiner Abreise angefangen hat Asche zu spucken und es immer weiter tut...
40-45 Kilometer Luftlinie von Quito...wenn der richtig ausbricht....
Danach statten wir der kolonialen Innenstadt von Quito einen ausgiebigen Besuch ab und erklimmen einen Kathedralenturm...
...von wo aus man super auf die Altstadt und das "Brötchen" mit Madonna gucken kann.
Am Abend verbringen wir einen entspannten Abend im "Cafe Mosaico" wieder über den Dächern von Quito und genießen die hereinbrechende Dämmerung und die schlagartig beginnende Nacht...
...bevor es morgen nach...............GALAPAGOS...............geht. 
Doch davon später!
Danke denen, die es bis hier durchgehalten haben, aber es geht nicht anders...das Herz ist voll.
Alles Liebe und bis bald
Eure sigisart

Donnerstag, 20. August 2015

Festival of Quilts in Birmingham: "Your dreams are all up in the air"

Fast zwei Wochen ist es nun bereits her, dass meine drei Patchwork-Herzensfreundinnen und ich uns auf den Weg nach Birmingham gemacht haben, um eine neue Dimension der Patchworkmessen zu besuchen. Jeden Tag nehme ich mir vor: heute poste ich, heute aber sicher, nur hat es bis heute nicht sein sollen. Aber jetzt!!!
Kurz bevor ich schon wieder mein Ränzlein schnüre und ans andere Ende der Welt fliege, um meinen Sohn wieder zu sehen, der seit einem halben Jahr ein Praktikum far far away absolviert *klick*, wollte ich euch noch ein paar schöne Fotos von Birmingham gezeigt haben:
Beate hat ihre extreme Fluganst für uns überwunden und ist das erste Mal in einen ziemlich kleinen Flieger gestiegen, wir alle haben seit Dezember vergangenen Jahres gespart und schon vor sehr langer Zeit den Flug und das Hotel am Flughafen gebucht, auch die Eintrittskarten wurden online bestellt und kamen per Post.
Es gab so viel zu sehen und zu kaufen ;-))) und so viele Eindrücke...
Und wie es so ist: "Your dreams are all up in the air" Patchworkobjekt von Linda Barlow, welches mir so sehr gut gefiel. Denn ist es nicht so...unsere Träume sind alle schon da und müssen/ sollten nur gesehen und erweckt werden.
Es gab so viele wundervolle, wunderbare, exquisite Quilts...wie dieser hier.
Vor meine "Lieblinge" habe ich mich davorgestellt...
Oder dieser "Log Cabin" (!!!) Unfassbar!!!
Ein Detail.
Und wir vier Mädels waren auch da!
Dieser grau-zart-lilafarbene Traum ist nicht zu beschreiben.
Ein Detail.
Noch ein Feiner!
Und ein paar sehr Kleine, man beachte den Finger!
Unglaublich!!!
Zoomt euch das mal ran, es ist nicht zu fassen.
Der Original "Stonefield" hat den zweiten Preis in seiner Kategorie errungen .
Ein zart pastellfarbener Dresdner Japaner! Zauberhaft!!!
Ein Winterwonderland hat es auch hierher geschafft.
Ein absolut gigantischer Baltimore mit historischen Schiffen aus dem 18-ten Jahrhundert (die Schiffe, nicht der Quilt).
Wow...oder? Was für Applikationen. Und das Quilting...
Die künstlerische Oper von Sydney.
Eine dekorative russische Katze.
Schließen möchte ich diesen willkürlichen, persönlichen Rundgang mit einer Arbeit von Linda Barlow, mit der ich mich kurz unterhielt und meine Scheu überwunden habe...
"These hands" - diese Hände...diese Hände haben Kinder gehalten und getröstet, haben umarmt und berührt, haben genäht und gestickt, waren kreativ, waren freundlich, waren emsig, haben nie geruht, haben gestikuliert...
Sehr, sehr poetisch: "These hands have felt the silky head of my son before he was born"
Es war einfach wunderschön mit meinen drei Patchwork-Herzensfreundinnen, immer lustig, manchmal schwer anstrengend (warum haben wir nur so schwere Füße und wieso wird uns immer im unpassendsten Moment so heiß???), einfach fein und gut und so wie es sein soll. Danke ihr Drei!!! Was machen wir in 2016????
Geld für Stöffchen wurde natürlich auch ausgegeben, eh kloar...
Noch nix genäht den Sommer, aber den stash um 10 m Fat Quarter erweitert. Tja...da ist man machtlos...;-)))
Ein Lynette-Anderson-Stand war auch da, leider die Künstlerin selber nicht, obwohl ich mindestens 3-4-5 x am Tag da drümerüm geschlichen bin. Also musste es eine Anleitung und ein Garnaufwickler von ihr sein...
Habt ihr durchgehalten? Daumen hoch!!!
Jetzt kehrt hier wieder Ruhe ein, denn ich bin ab übermorgen fort...über den Teich...zu meinem Sohni, den ich seit über einem halben Jahr nicht gesehen habe...und den ich drücken werde, bis es ihm richtig, richtig peinlich ist!!!
Ich meld mich wieder, zwar nicht mit Genähtem oder Gepatchtem...aber mit Fotos von...stay tuned und von Fotos von unserem neuen zu Hause und von meinen Quilts, die alle schon schön an den Wänden Händen.
Bis bald ihr Lieben alle und ich versprechs...wenn die Tage richtig kurz sind...wird hier auch wieder Normalität einkehren und ich werde sticken und nähen und posten und KOMMENTIEREN!!!!
Alles, alles Liebe
Eure
Sigisart


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